Bundesminister zu Besuch: eat zeigt, wie nachhaltige Verpflegung in der Praxis gelingt

Bundesminister besucht EAT

Politische Aufmerksamkeit für regionale Ernährung

Wir durften besonderen Besuch in Oldenburg begrüßen: Bundesminister Alois Rainer hat sich vor Ort ein Bild von unserer Arbeit im Projekt eat gemacht. In der Küche der Baumhaus Werkstatt gGmbH konnte er erleben, wie die Transformation der Außer-Haus-Verpflegung ganz konkret aussieht.

„Mit unserem Modellregionenwettbewerb sorgen wir dafür, dass in der Gemeinschaftsverpflegung ein ausgewogenes, möglichst regional verankertes Essen auf die Teller kommt. […] Projekte wie eat zeigen, wie sich Stadt und Land noch stärker vernetzen können – das ist genau der richtige Ansatz“, so Alois Rainer vor Ort.

Der Besuch unterstreicht die Relevanz unseres Ansatzes: Eine gesunde, nachhaltige und regionale Ernährung ist kein abstraktes Ziel, sondern lässt sich bereits heute erfolgreich umsetzen.

Von der Idee in die Praxis: Küchen im Wandel

Im Mittelpunkt stand unsere Arbeit mit Küchen der Außer-Haus-Verpflegung. Aktuell begleiten wir 16 Küchen verschiedener Einrichtungen in der Region Oldenburg und Wesermarsch dabei, ihr Angebot weiterzuentwickeln – hin zu mehr regionalen und ökologischen Lebensmitteln sowie einer stärkeren Orientierung an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Wie das konkret aussehen kann, wurde direkt vor Ort sichtbar: Die Küche der Baumhaus Werkstatt gGmbH hat ihr Angebot gezielt weiterentwickelt und kürzlich erfolgreich die Bio-Zertifizierung erreicht – ein Prozess, den wir im Rahmen unserer Beratung begleiten durften.

Küchenleiterin Petra Lucas betonte:

„Ich bin auch als Privatperson vom Einkauf regionaler Produkte in Bio-Qualität überzeugt und habe dies stets auch bei meiner Arbeit einfließen lassen. Durch die Unterstützung im Rahmen von eat konnte ich noch strukturierter vorgehen und das Angebot gezielt weiterentwickeln.“

Gemeinsam stärker: Regionale Wertschöpfungsketten

Ein zentraler Baustein unserer Arbeit ist die Vernetzung mit landwirtschaftlichen Betrieben. So konnten wir den Kontakt zwischen der Baumhaus Werkstatt gGmbH und dem Hof Grummersort unterstützen. Dadurch finden regionale Bio-Lebensmittel ihren Weg direkt in die Küche – ein konkretes Beispiel dafür, wie regionale Wertschöpfungsketten gestärkt werden können.

Digital vernetzt für mehr Regionalität

Mit der Regiothek setzen wir zusätzlich auf digitale Lösungen. Die Plattform macht regionale Strukturen sichtbar und bringt Angebot und Nachfrage zusammen. Ab Sommer 2026 wird ein digitaler Marktplatz starten, der Bestellungen und Logistik bündelt und so die Zusammenarbeit weiter erleichtert.

Unser Fazit

Der Besuch hat deutlich gemacht: Die Transformation der Gemeinschaftsverpflegung gelingt dort am besten, wo Beratung, Vernetzung und praktische Umsetzung zusammenspielen. Genau hier setzen wir mit eat an – gemeinsam mit unseren Partnern und den Akteurinnen und Akteuren vor Ort.

Fotos: © Hauke-Christian Dittrich

Auf dem Gruppenfoto (v.l.): Karin Janwlecke (eat, Öffentlichkeitsarbeit), Kristin Laurenz (eat, Bildungsreferentin), Nils Marscheider (eat, Projektkoordinator), Eike Frahm (Hof Grummersort), Susanna Suhlrie (Regionalwert AG Bremen & Weser-Ems), Dr. Christian Pundt (Landrat des Landkreises Oldenburg), Bundesminister Alois Rainer, Bettina Unruh (Baumhaus Werkstatt gGmbH), Judith Busch (eat, Projektkoordinatorin), Jutta Benken (eat, Aufbau von Wertschöpfungsketten), MdB Stephan Albani, Tina Wagner-Hinderlich (eat, Beratung für Küchen der AHV), Petra Lucas (Baumhaus Werkstatt gGmbH, Küchenleitung), Jürgen Krogmann (Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg)