Best Practice
In unserer Region gibt es viele inspirierende Beispiele, wie regionale Betriebe und Einrichtungen der Außer-Haus-Verpflegung erfolgreich Landwirtschaft und Ernährung nachhaltig gestalten.
Ob durch die Lieferung regionaler Produkte in Mensen und Kantinen, eine regionale und ökologische Speiseplangestaltung oder durch die Verringerung von Lebensmittelverschwendung – diese Höfe, Betriebe und Küchen machen vor, wie eine zukunftsfähige Gestaltung unserer Ernährung bei gleichzeitiger Stärkung der regionalen Landwirtschaft aussehen kann.
Gut Dauelsberg
Die Landwirtschaft auf Gut Dauelsberg ist im Wandel von einer konventionellen Landwirtschaft zu einem Biobetrieb. Der Betrieb ist Teil einer ländlich gelegenen Einrichtung der Wohnungslosenhilfe, der Eingliederungshilfe und der stationären Pflege. Die Mitarbeit in der Landwirtschaft bietet eine gute Tagesstruktur, gemeinsames schaffen und Ernte genießen.
Kartoffelanbau und -verarbeitung, Mutterkuhhaltung, Sauenhaltung und Eierproduktion sollen zukünftig in Bioqualität erfolgen.
Besonders wichtig für diese Ziele des Modellregionenwettbewerbs
Durch die Umstellung auf Biolandwirtschaft trägt Gut Dauelsberg zur Erweiterung des Bio-Angebots für die AHV in der Region bei.
Kartoffeln aus der Region in der richtigen Verarbeitungsform sind sehr wichtig für die AHV. Gut Dauelsberg arbeitet unter anderem mit dem Caterer Ratatouille zusammen und beliefert ihn mit 750 kg Kartoffeln pro Woche.
Hofgemeinschaft Grummersort
Hof Grummersort ist ein Demeter-Betrieb, der Getreide, Kartoffeln und in der eigenen Gärtnerei verschiedene Gemüsesorten anbaut. Der Hof hat Milchkühe, Schweine, Ziegen und Hühner. Eine hofeigene Käserei und Bäckerei ergänzen zu einem großen Angebot, das per Direktvermarktung in Hofladen und auf dem Wochenmarkt vetrieben wird. Ein Teil der Fläche ist als Solawi organisiert. Zudem ist Grummersort bietet seit vielen Jahren beliebte Hofbesuche für Kindergärten und Schulen an.
Besonders wichtig für diese Ziele des Modellregionenwettbewerbs
Die Hofgemeinschaft Grummersort betreibt seit vielen Jahren Gemüseanbau – eine Herausforderung auf den Böden in der Modellregion. Die Landwirt*innen geben ihr Wissen gern (zum Beispiel bei Infoveranstaltungen) weiter und sind zu vielen Fragen ansprechbar.
Ratatouille Catering
Der Catering Betrieb beliefert 150 Kindergärten, Krippen und Grundschulen in der Stadt Oldenburg und den Landkreisen Oldenburg, Wesermarsch, Ammerland und Friesland. Dabei setzt Ratatouille Maßstäbe: Deutlich über 90% der Zutaten kommen aus biologischem Anbau. Mit der Bioland-Gold-Zertifizierung ist Ratatouille eindeutig Vorreiter in der Region. Zudem setzt sich der Betrieb gegen Lebensmittelverschwendung ein und hat mit dem „Mampfmobil“ ein eigenes Ernährungsbildungsangebot.
Besonders wichtig für diese Ziele des Modellregionenwettbewerbs
Ratatouille zeigt, dass eine Verpflegung mit über 90% Bio-Zutaten möglich und wirtschaftlich tragfähig umgesetzt werden kann.
Der Caterer bezieht beim regionalen Großhändler Kornkraft und baut Partnerschaften mit regionalen Höfen, Bäckereien und anderen Verarbeitern auf. Zuletzt kamen Gut Dauelsberg und Hof Dolling als Zulieferer dazu.
IGS Kreyenbrück / Kostbar e.V.
Der von Eltern gegründete Verein Kostbar e.V. betreibt an zwei Schulstandorten Mensa und Cafeteria. Er ist mit dem Bio-AHV Siegel in Gold zertifiziert und zeigt eindrucksvoll, dass ein hoher Bio-Anteil zu vertretbaren Kosten machbar ist. Mensa und Cafeteria verstehen sich an der Gesamtschule als fester Teil des Schullebens und unterstützen die pädagogische Arbeit. Durch einen engen Austausch mit Schüler*innen, Eltern und Schulleitung kann der Verein gut auf Veränderungen und neue Bedarfe reagieren.
Besonders wichtig für diese Ziele des Modellregionenwettbewerbs
Mit über 90% Bio-Lebensmitteln geht die Schulverpflegung weit über das Ziel des Modellregionenwettbewerbs hinaus.
Der Verein Kostbar e.V. bezieht die vielen Bio-Zutaten über den regionalen Großhändler Kornkraft, baut daneben aber auch Partnerschaften mit regionalen Erzeugern, wie der Gärtnerei Erdfrüchte aus Hatten auf.
Die Schulverpflegung wird an der Gesamtschule nach dem Rahmenkonzept der Stadt Oldenburg umgesetzt. Dadurch werden wesentliche Merkmal der DGE-Qualitätsstandards für Schulverpflegung erfüllt.
Durch verbindliche Vorbestellung durch die Schülerinnen und Schüler sowie durch eine tägliche einfache Menülinie werden die notwendigen Mengen besser kalkulierbar und die Reste stark reduziert. Auch dadurch entsteht finanziell die Möglichkeit den hohen Bio-Anteil zu erreichen.
Frische Pause e.V.
Der Verein betreibt mehrere Schulküchen in Oldenburg und Bremen. Dabei richtet er sein Angebot an den DGE-Qualitätsstandards aus, bezieht einen großen Anteil der Waren in Bio-Qualität und betreibt die Schulmensen als Frische-Küchen. Beim Einkauf wird stark auf regionale Bezugsquellen und Saisonalität geachtet.
Besonders wichtig für diese Ziele des Modellregionenwettbewerbs
Der Frische Pause e.V. erfüllt das Rahmenkonzept Schulverpflegung in Oldenburg, das feste Warengruppen in Bio-Qualität enthält und die Vorgaben für Schulverpflegung in Bremen.
Der Verein arbeitet eng mit regionalen Erzeugerbetrieben zusammen und stärkt so die regionale Landwirtschaft.
In der Schulverpflegung hält der Verein die Qualitätsstandards der DGE ein. Die zwei Hauptgerichte werden vorwiegend vegetarisch angeboten und um reichhaltige Obst und Gemüse-Angebote ergänzt.
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